Liebe ist Anerkennung der Differenz und nicht deren Aufhebung.
Die Arbeit an Differenz ist äusserst spannend. Das Subjekt ist unentwegt gefordert, sein Ich neu zu
organisieren und zu konstituieren, und das ist nicht nur Freiheit, sondern auch Genuss. Nicht zuletzt
der Genuss an dieser Freiheit. So wird auch Begehren möglich, das Begehren nach der Differenz. ... neue Formen von Beziehungen und von Gemeinschaften, auf der Basis, dass das einzig Verbindende die Anerkennung der Differenz ist.

Wir müssen die kleinen Schritte wagen und uns als Drehmoment der Veränderung einsetzen.
Alles andere ist in den bestehenden Machtverhältnissen nur eine Variable.

Jeannette Fischer - Zürich 27. Februar 2020


 

                               

 

 

Wahre Schönheit ist dazu da, unserer Seele Ausdruck zu verleihen.

Hazrat Inayat Khan


 

Die Kunst, die du gelernt hast, behalte lieb, und bei ihr suche deine Ruhe.

Den Rest deines Lebens durchwandere wie einer, der alles den Göttern überlassen hat,

keines Menschen Herr, keines Menschen Sklave.
Marc Aurel



 Dr. Alina Lessenich, 2021
»Ein verschlossenes Herz führt ... dazu, dass wir uns von der Wahrheit und von dem, was gut für uns ist, entfernen. Wie schon Saint-Exupéry betonte, ist das Wesentliche nur für das Herz sichtbar.

Es ist nicht das Außen, demgegenüber sich unser Herz verschließt, sondern es sind die Urteile und Bewertungen, die wir auf das Außen projizieren, die unser Herz verschließen. Wenn wir über andere einen negativen Gedanken denken, kann sich unser Herz nicht mehr für sie öffnen. ... offener Geist, offenes Herz ... Der Weg zu einem offenen Herzen führt über einen klaren Geist.«



Hannah Arendt,1951
»Was moderne Menschen so leicht in die totalitären Bewegungen jagt, und sie so gut vorbereitet für die totalitäre Herrschaft, ist die allenthalben zunehmende Verlassenheit.«



Giorgio Agamben, 2021
"In Zeiten, in denen die uns vertraute Welt stirbt, haben wir die Chance, noch aufrichtiger zu leben."

 Richard Buckminster Fuller

"You never change things by fighting the existing reality.

To change something, build a new model that makes the existing model obsolete. "



Rabbi Yitzchok Dovid Smith, 2021
The solution is a spiritual solution. It´s a reconnection with our divine source, ... it´s a wake-up call to reconnect us. ... We are living in the loving and breath of our creator.
 Whereas the G-d of abundance treasures the primacy of human life, the cult of scarcity always points to humanity as the problem.


 

Menschen können ohne sozialen Kontakt auf Dauer nicht gesund bleiben

Menschen sind ausweislich ihrer neurobiologischen „Konstruktionsmerkmale“ auf sozialen Kontakt angewiesene Wesen. Zwischenmenschliche Nähe ist, wenn sie einem Menschen nicht aufgezwungen wird, eine der stärksten heilsamen Drogen, die wir kennen. Psychisches Erleben hat tiefgreifende, wissenschaftlich nachweisbare – und tatsächlich unendlich oft nachgewiesene – Auswirkungen auf die biologischen Abläufe des menschlichen Körpers. Das menschliche Gehirn – US-Kollegen prägten den Begriff des „social brain“ – konvertiert psychische und soziale Erfahrungen in Biologie. Mit am stärksten davon betroffen ist das menschliche Immunsystem, dessen biologische Abwehrkräfte erlahmen, wenn Menschen Einsamkeit oder soziale Ausgrenzung erleben. Dass die moderne Medizin, auf die wir uneingeschränkt stolz sein können und selbstverständlich nicht verzichten wollen, diesen Aspekt unterbewertet, ist bedauerlich, macht ihn aber nicht weniger bedeutsam. Menschen in sozialer Isolation unterliegen, wie dazu durchgeführte Studien zeigen, einem erhöhten Krankheits- (Morbiditäts-) und Sterbe- (Mortalitäts-) Risiko.
Gemeinschaft, soziale und kulturelle Verbundenheit sind unersetzliche, essentielle Lebensbedürfnisse. Die analoge, physische Gemeinschaft mit anderen Menschen lässt sich durch digitale Kommunikationsmedien für viele Menschen gar nicht, für andere nur eingeschränkt und jedenfalls nicht auf Dauer ersetzen. Vielen alten Menschen oder Behinderten, aber auch vielen Kleinkindern stehen die digitalen Kommunikationsmittel gar nicht zur Verfügung. Aber auch diejenigen, die in der digitalen Welt zuhause sind, wissen, dass der physische Kontakt, der Blick in die Augen eines Anderen, der Austausch eines Lächelns, ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht oder eine Berührung letztlich nicht zu ersetzen sind. Sich anlasslos treffen zu können, miteinander zu sprechen, gemeinsam auszugehen oder Ausflüge machen oder gemeinsam Konzerte besuchen zu können sind menschliche Grundbedürfnisse. Weil sie genau das sind, haben wir die Grundrechte. Grundrechte sind kein juristischer Selbstzweck. Sie sekundieren menschliche Grundbedürfnisse.
 Joachim Bauer, 2020 - Professor affiliierte Neuroimmunologe, Arzt und Psychotherapeut

Quelle: https://www.ipu-berlin.de/blog/menschen-ohne-kontakt-werden-krank-oder-aggressiv/


 „Als ich die Funktionsweise kommunistischer Gesellschaften studiert habe, kam ich zu dem Schluß, daß kommunistische Propaganda die Menschen weder überreden oder überzeugen, noch informieren soll, sondern demütigen. Deshalb ist es desto besser, je weniger sie mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Wenn Menschen dazu gebracht werden, die offensichtlichsten Lügen stillschweigend über sich ergehen zu lassen oder, schlimmer noch, sie nachzubeten, verlieren sie ein für allemal ihren Sinn für Ehrlichkeit und Ehre. Eindeutigen Lügen zuzustimmen gereicht dazu, bei etwas Schlechtem mitzuwirken und selbst ein wenig schlecht zu werden. Die eigene Fähigkeit, sich irgendeinem Ansinnen zu verweigern, wird damit untergraben, ja sogar zerstört." Theodore Dalrymple


Matthias Heitmann

1992 als Student an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main Gründung des Magazins „Novo“ (heute „Novo – Argumente für den Fortschritt“), bis 2010 in der dortigen Chefredaktion tätig. Heute arbeitet er als freier Journalist, Buchautor und publizierte u. a. in der „Welt“, im Magazin „Cicero“, auf dem Portal „Achse des Guten“ sowie in der „Neuen Zürcher Zeitung“, im britischen Online-Magazin „Spiked“ und im dänischen „Kristeligt Dagblad“.

„Wir brauchen dringend einen gesamtgesellschaftlichen Klimawandel! Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass wir hohe Erwartungen an Gegenwart und Zukunft, an unsere Mitmenschen und an uns selbst formulieren, um das eigene Leben und die Welt neu und besser zu gestalten.“


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